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TSV GWD Minden

Die Historie

Am 31. Mai 1924 als reiner Turnverein gegründet, wird spätestens seit 1927 beim „Turnverein Deutsche Eiche Dankersen DT“ auch Handball gespielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg startete der Verein unter dem neuen Namen TSV Grün-Weiß Dankersen (GWD) einen Neubeginn. Die erfolgreichste Zeit hatte man in den sechziger und siebziger Jahren. Vor allem auf dem damals noch angesagten Großfeld waren die Mindener Handballer eine große Nummer und wurden dort jeweils dreimal Deutscher Meister und Europapokalsieger. Als 1966 die Bundesliga im Hallenhandball ins Leben gerufen wurde, war natürlich auch GWD mit von der Partie. 1971 und 1977 wurde das Team dann auch in der Halle Deutscher Meister. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus der 1. Bundesliga im Jahre 1981 waren die glorreichen Tage des TSV GWD erst einmal vorbei. Dennoch sind die bisher insgesamt 37 Spielzeiten in der jeweils höchsten deutschen Spielklasse bis heute eine beachtliche Hausnummer. Doch viermal musste man auch den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Zuletzt in der Saison 2014/15, was aber mit dem sofortigen Wiederaufstieg umgehend repariert wurde.

Das Personal

Als Mitaufsteiger konnte auch für GWD Minden die Zielstellung für diese Saison schlicht und einfach nur „Klassenerhalt“ lauten. Personell hatte sich bei den Ostwestfalen vor dieser Spielzeit recht wenig verändert. Einem Abgang standen zwei externe Neuverpflichtungen und vier Zugänge aus dem eigenen Unterbau gegenüber.
Das Gespann im Tor bildeten auch in dieser Spielzeit der niederländische Nationalspieler und Ex – Magdeburger Gerrie Eijlers sowie Kim Sonne Hansen, der vor zwei Jahren aus Kiel gekommen war. Zudem rückte Junioren – Nationalspieler Joel Birlehm in den Bundesliga – Kader auf.
Spielerische Klasse und große internationale Erfahrung finden sich reichlich im Mindener Rückraum, wo alle Positionen doppelt besetzt sind. Spiritus rector bei GWD ist nach wie vor der schwedische Spielmacher Dalibor Doder, der bei der Heim– WM 2011 in das All Star – Team gewählt wurde und die „Tre Kronor“ ein Jahr später zur Silbermedaille bei den Olympischen Spielen führte. Zudem ist Sören Südmeier, der seit der B – Jugend im Verein spielt, inzwischen längst aus dem Schatten des 38jährigen Superstars herausgetreten und auch der 25jährige Florian Freitag vefügt über einiges Potenzial. Da der slowenische Torjäger Nenad Bilbija nach Kreuzbandriss erst vor wenigen Wochen auf das Handballparkett zurückkehrte, ist Eigengewächs Marian Michalczik aktuell die Nummer 1 im linken Rückraum. Unterstützung erhält er vom schwedischen Neuzugang Helge Freiman. Der Junioren – Weltmeister von 2013 war vor der Saison vom schwedischen Erstligisten Eskilstuna Guif Handboll gekommen. Der Norweger Christoffer Rambo, der bereits Erstliga – Erfahrungen in seiner Heimat sowie in Spanien, Frankreich und Deutschland sammeln konnte, und das Mindener Urgestein Moritz Schäpsmeier bildeten in diesem Jahr das Gespann im rechten Rückraum.
Exzellent besetzt sind auch die beiden Flügelpositionen. Auf Rechtsaußen ist „Mister Zuverlässig“ Aleksandar Svitlica seit Jahren ein Torgarant. Auf der anderen Seite agiert der ehemalige U21 – Weltmeister Charlie Sjöstrand. Die Einsatzzeiten am Kreis teilen sich der Ex – Gummersbacher Joakim Larsson und Neuzugang Magnus Gullerud, der mit der norwegischen Nationalmannschaft im Januar Vize –Weltmeister geworden war. Eminent wichtig war bis zuletzt auch Magnus Jernemyr. Der 40jährige Schwede, der fünf Jahre lang beim FC Barcelona spielte, gilt als einer der besten Abwehrspieler der Welt.

HSC I: Gerd Nußpickel über den TSV GWD Minden

Der Trainer

Frank Carstens wurde am 26. September 1971 in Rotenburg (Wümme) geboren. Seine sportliche Laufbahn begann er beim VfL Oldenburg, bevor er 1991 zum TV Grambke Bremen wechselte, wo der Allrounder (mit einjähriger Unterbrechung) bis 2000 spielte. Dann folgte Frank Carstens erstmalig dem Ruf des TSV GWD Minden und spielte mit den Ostwestfalen drei Jahre lang in der 1. Bundesliga. 2003 wechselte er zum OHV Aurich, mit dem ihm in der Saison 2004/2005 der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang. 2006 beendete Frank Carstens seine aktive Karriere.
Er wechselte auf die Trainerbank und betreute die Ostfriesen noch eine Saison lang, ehe sich der OHV aus finanziellen Gründen von ihm trennte. Es folgte das Traineramt beim TSV Hannover-Burgdorf, den Carstens 2009 in die Bundesliga führte. Anfang 2009 hatte der Coach zudem als Lehrgangsbester die A-Lizenz erworben. Nach dem geglückten Klassenerhalt verließ er 2010 die Burgdorfer und ging zum renommierten SC Magdeburg. Dort stand er bis Dezember 2013 an der Linie. Parallel dazu war Frank Carstens zwischen September 2011 und Januar 2013 Co – Trainer der deutschen National – Mannschaft und damit Vorgänger von Jan Gorr. Seit Februar 2015 ist Frank Carstens nunmehr Cheftrainer beim TSV GWD Minden.

Bericht von Gerd Nußpickel
Bilder von TSV GWD Minden

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