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Der nächste Gegner im Portrait

Gerd Nußpickel über MT Melsungen

Die Historie

Die Handballabteilung innerhalb der 1861 gegründeten Melsunger Turngemeinde entstand im Jahre 1920. 1952 stiegen die Feldhandballer der MT in die Verbandsliga (damals die höchste Spielklasse) auf. Als sich das Handballgeschehen dann endgültig in die Hallen verlagerte, führten die Melsunger Handballer zunächst erst einmal ein Mauerblümchen – Dasein in der Kreisliga, was aber vor allem an den fehlenden Hallenkapazitäten lag. Erst 1982 gelang der Aufstieg in die Bezirksliga, drei Jahre später und zeitgleich mit der Eröffnung der Melsunger Stadtsporthalle hatte man bereits die Oberliga erreicht. Seither ging es weiter stetig bergauf. 1987 durfte man bereits den Aufstieg in die Regionalliga feiern. Und nach einigen knapp gescheiterten Versuchen war man 1992 in der 2. Bundesliga angekommen, wo man sich sehr schnell etablieren konnte. 1996 erreichten die Nordhessen als Zweitligist sogar das Pokal – Final Four in Hamburg. Seit 2005 gehört die MT Melsungen nunmehr fest zur Beletage des deutschen Handballs.

Das Personal

Nach der letzten Saison – immerhin die bislang erfolgreichste in der Geschichte der MT Melsungen – gab es keinen Grund, größere personelle Veränderungen im Kader vorzunehmen.
Im Tor setzen die Nordhessen weiterhin auf Konstanz. Stammkeeper Johan Sjöstrand hat nach seiner Knie – OP längst wieder zurück zu alter Stärke gefunden. Als Backup stehen die beiden Ex – Eisenacher René Villadsen und Svetsilav Verkic bereit.

Sehr stark besetzt ist der Melsunger Rückraum. In Oberfranken bestens bekannt sind die Müller – Zwillinge, die ihre erfolgreiche Karriere einst bei HaSpo Bayreuth begannen. Platzhirsch im rechten Rückraum ist Kapitän Michael Müller. Da sich Neuzugang Gabor Langhans noch immer mit Problemen an der Patellasehne herumplagt und bislang noch kein Punktspiel für die MT bestreiten konnte, verpflichtete das Melsunger Management im September noch den Esten Dener Jaanimaa, der zuletzt für den THW Kiel spielte. Im linken Rückraum teilt sich Philipp Müller wie schon im letzten Jahr die Position mit dem wurfstarken Momir Rnic, der 2012 mit der serbischen Nationalmannschaft immerhin Vize – Europameister wurde und ein Jahr später Torschützenkönig im EHF – Pokal war. Mit den spielstarken Patrik Fahlgren und Nenad Vuckovic sowie dem wuchtigen Timm Schneider, der einst unter Jan Gorr beim TV Hüttenberg spielte, verfügen die Nordhessen zudem über eine große Variabilität auf der zentralen Aufbauposition.

Viel Qualität gibt es auch auf den Außenpositionen. Linksaußen Michael Allendorf, bereits seit 2010 im Melsunger Trikot, präsentiert sich nach einigen Problemen in der Hinrunde längst wieder in gewohnter Top – Form. Mit dem „fliegenden Holländer“ Jeffrey Boomhouwer steht zudem eine nicht minder starke Alternative parat. Die Nummer 1 auf Rechtsaußen ist Johannes Sellin. Der Europameister von 2016 wird nach überstandenem Muskelfaserriss gegen den HSC wieder auf das Parkett zurückkehren. Unterstützung auf seiner Position erhält er seit dieser Saison vom Niederländer Arjan Haenen, der vom TBV Lemgo nach Nordhessen gewechselt ist.
Mit dem 16fachen deutschen Nationalspieler Felix Danner und Marino Maric, in der kroatischen Nationalmannschaft aktuell die Nummer 1 am Kreis, verfügt die MT Melsungen auf dieser Position über eines der besten Gespanne der Liga. Allerdings ist der Kroate nach einem Mittelfußbruch aktuell außer Gefecht. Einen großen Sprung nach vorne attestieren die Verantwortlichen auch dem 18jährigen Johannes Golla, der mit der deutschen Junioren – Auswahl im Sommer Vize –Europameister geworden war.

HSC I: Gerd Nußpickel über die MT Melsungen

Der Trainer

Michael Roth wurde am 15. Februar 1962 in Heidelberg geboren. Seine Laufbahn als Handballer begann er in der Jugend der SG Leutershausen,, mit deren 1. Mannschaft er 1981 in die 2. Bundesliga aufstieg. Über den TuS Hofweier und MTSV Schwabing wechselte der Kreisläufer 1985 zum TV Großwallstadt, wo er seine größten Erfolge auf Vereinsebene feiern konnte. 1989 wurde er mit dem TVG Deutscher Pokalsieger und ein Jahr später Deutscher Meister. Anschließend trug er für jeweils zwei Jahre das Trikot des TV Eitra und von TUSEM Essen, mit dem er 1992 auch den City Cup gewann. 1994 wechselte er zum TSV Östringen, wo er seine aktive Laufbahn ausklingen ließ und nach einer kurzen Zeit als Spielertrainer schließlich endgültig auf die Trainerbank wechselte.
Bis 2004 war er der verantwortliche Mann an der Linie zunächst in Östringen und (nach der Fusion mit der TSG Kronau) auch bei der SG Kronau/Östringen (den heutigen Rhein – Neckar Löwen), die er 2003 in die 1. Bundesliga führte. Nach einer dreijährigen Dienstzeit beim TV Großwallstadt und einem kurzen Intermezzo bei der HSG Wetzlar wechselte er 2010 auf die Trainerbank der MT Melsungen, wo er seinen Vertrag inzwischen bis 2020 verlängert hat.

Sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft gab Michael Roth bereits 1983. Im Jahr darauf gewann er mit dem Team die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Los Angeles. Insgesamt trug er 44mal das Nationaltrikot und erzielte dabei 60 Tore.

Bericht von Gerd Nußpickel
Bilder von MT Melsungen

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