Anel Mahmutefendic möchte sich mit seiner Mannschaft für zwei enttäuschende Heimspiele in Folge rehabilitieren – und hofft auf großen Zuschauerzuspruch. Die Aufgabe hat es allerdings in sich: HBW Balingen-Weilstetten kommt mit dem ehemaligen HSC-Kapitän in die HUK-Arena.

Bereits in der vergangenen Saison, als die Coburger ganz anders dastanden, lautete das Credo des 47-Jährigen: „Die Tabelle interessiert mich nicht.“ Mahmutefendic ergänzt: „In zwei, drei Wochen schaut die Tabelle in dieser Liga schon wieder komplett anders aus.“

HSC 2000 Coburg (16.) – HBW Balingen-Weilstetten (2.)

Ob sein Team bis dahin den Turnaround geschafft hat? Schwierig. Immerhin wartet am Samstag mit HBW Balingen-Weilstetten (HUK-Arena, 19.30 Uhr, live bei Dyn) das zweite große „B“ binnen einer Woche. Die Partie in Bietigheim fand für die Oberfranken am vergangenen Sonntag kein gutes Ende. Zumindest, was das Resultat betrifft. Der HSC unterlag hauchdünn mit 33:34. So paradox das auch klingen mag: Die dritte Saisonniederlage hat eine gewisse Aufbruchsstimmung in der Vestestadt ausgelöst.

Nach zwei enttäuschenden Heimspielen und einem mittelmäßigen Auftritt bei Aufsteiger Oppenweiler/Backnang hat das Team von Coach Mamutefendic zum ersten Mal angedeutet, dass es seine Saisonziele trotz Wackelstart trotzdem erreichen könnte. „Die Jungs sind seit dem Spiel fokussierter im Training, haben wieder mehr Spaß an dem, was sie tun. Um aus einer schlechten Phase herauszukommen, muss man Aggressivität, Emotionen, einen gewissen Kampfgeist und Geschlossenheit zeigen. Genau das hat mir in Bietigheim gefallen“, erklärt Mahmutefendic.

Und genau diese Tugenden hatte der Coach in den drei Partien zuvor vermisst. „Ehrlich gesagt hätten wir am Ende sogar einen Punkt verdient. Auch, wenn im Handballbereich nicht alles gut war.“ Eine schwache Anfangsphase und ein zweiminütiger „Blackout“ nach 50 Minuten brachten die Coburger in Schwulitäten. „Wir müssen mehr Konstanz und Konsequenz in unser Spiel bringen. In beiden Phasen hat der Gegner zwei, drei defensive Fehler bestraft“, so Mahmutefendic.

 

Balingen in starker Verfassung

Einfacher wird es gegen Balingen am Samstag gewiss nicht. Das Team von Trainer Matthias Flohr ist gut in die neue Spielzeit gestartet, feierte zuletzt drei deutliche Siege. Beim 28:18-Heimerfolg über TuS N-Lübbecke rührte der Tabellenvierte der vergangenen Zweitliga-Saison ordentlich Beton an.

„Sie haben eine starke Deckung mit vielen großen, kräftigen Spielern im Innenblock. Balingen hat neben seinen Stärken aber auch Schwächen. Die haben wir analysiert und versuchen diese zu unserem Vorteil auszunutzen“, sagt Mahmutefendic und fügt an: „Wir wollen uns aber gar nicht zu sehr mit Balingen beschäftigen. Wir konzentrieren uns in erster Linie auf das, was wir besser machen können.“

Merlin Fuß: Der ehemalige Kapitän kehrt zurück

Unter anderem in Person eines langjährigen Coburger Führungsspielers: Ex-Publikumsliebling und Kapitän Merlin Fuß (2021 bis 2025) schloss sich im Sommer Balingen-Weilstetten an und kehrt zum ersten Mal in sein altes Wohnzimmer zurück. „Es wird eine große Freude, ihn wiederzusehen. Merlin hat letzte Saison wirklich Gutes geleistet, hat das als Kapitän sehr gut gemacht. Aber das ist ein Thema vor und nach dem Spiel, in den 60 Minuten geht es nur um uns“, so Mahmutefendic.

Den gesamten Bericht findet ihr bei unserem Medienparter dem Coburger Tageblatt.

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Bericht vom Coburger Tageblatt

Bild von Svenja Sommer