Nachwuchsspieler Maximilian Schindler bei seinem Bundesligadebüt
Die Handball-Bundesliga GmbH hat am Mittwoch, den 28. Januar 2026, die Vergabe des Jugendzertifikats für das Jahr 2026 bekannt gegeben. Von den 18 Zweitligavereinen haben lediglich vier Clubs das Zertifikat verliehen bekommen. Auch der HSC 2000 Coburg zählt in diesem Jahr nicht zu den Bundesligavereinen, denen das Zertifikat verliehen wurde.
Grundlage der Entscheidung waren zwei Kriterien, die im aktuellen Umfeld nicht vollständig erfüllt werden konnten. Zum einen ist das bayerische Schulsystem in seiner derzeitigen Ausgestaltung nicht in vollem Umfang mit den strukturellen Vorgaben der Handball-Bundesliga zur Umsetzung von Vormittagstrainingseinheiten vereinbar. Zum anderen tritt die aktuelle B-Jugend des HSC 2000 Coburg in der Bayerischen Regionalliga an und ist damit sportlich nicht in der 1. Jugend-Bundesliga vertreten, die im Zertifizierungsverfahren als maßgebliches Kriterium herangezogen wird.
Ungeachtet dieser beiden Kriterien erfüllt der HSC Coburg einen Großteil der in der Lizenzordnung definierten Anforderungen über das geforderte Maß hinaus. Dazu zählen unter anderem die Anstellungsverhältnisse und Qualifikationen der verantwortlichen Nachwuchstrainerinnen und Nachwuchstrainer sowie die individuelle Förderung besonders entwicklungsfähiger Talente. Beispielsweise arbeiten mit Jan Gorr und Jugendkoordinator Davor Rokavec zwei Trainer mit der EHF-Mastercoach-Lizenz (die höchste Trainerlizenz im internationalen Handball) mit dem Nachwuchs der Vestestädter. Weitere sehr erfahrene Coaches und ehemalige Profis wie Margots Valkovskis, Jonathan Rivera und Girts Lilienfelds geben ihre Erfahrungen ebenfalls an die Coburger Nachwuchstalente weiter. Die Nachwuchsarbeit bleibt damit ein zentraler Bestandteil der strategischen Ausrichtung des Vereins.
Der HSC Coburg wird die benannten Punkte konstruktiv aufgreifen und die strukturelle Weiterentwicklung im Jugendbereich auch zukünftig konsequent vorantreiben. Ein klarer Schwerpunkt liegt weiterhin auf der frühzeitigen und nachhaltigen Ausbildung im Schüler- und Jugendbereich. Durch ein breites Angebot an Schularbeitsgruppen sowie ergänzendes, individuelles Fördertraining wird eine ganzheitliche sportliche Entwicklung ermöglicht. Ergänzend dazu schafft der Verein mit zwei betreuten Jugend-Wohngemeinschaften für talentierte Nachwuchsspieler aus ganz Deutschland professionelle Rahmenbedingungen sowohl im schulischen Alltag als auch in der persönlichen Entwicklung.
Der Verein verfolgt den Anspruch, seine Nachwuchstalente langfristig zu begleiten und gezielt an den Profibereich heranzuführen. Die enge Verzahnung von Jugend- und Profibereich sowie die klare Priorisierung schulischer Bildung bilden dabei die Grundlage für eine nachhaltige Nachwuchsarbeit und eröffnen jungen Spielern eine realistische Perspektive im leistungsorientierten Handball.
Bild von Svenja Sommer




