Der Blick des HSC 2000 Coburg in der 2. Handball-Bundesliga geht weiter nach oben: Vor 2121 Fans feierten das Team von Trainer Anel Mahmutefendic am zweiten Advent einen 32:25-Heimerfolg über TuSEM Essen. Der vermeintliche Pflichtsieg war aber hart erkämpft, denn die Essener hatten sich in den ersten 30 Minuten als äußerst unangenehmer Kontrahent erwiesen.

Das Kellerkind lag zur Pause sogar mit 15:14 in Führung, ehe der HSC in der Abwehr eine gewaltige Schippe drauflegte und noch einen ungefährdeten Heimsieg einfuhr. „Die Essener haben uns einen Riesenkampf geliefert. Wir haben uns in der Halbzeitpause vorgenommen, die Abwehr zu stabilisieren, weniger Tore zuzulassen und übers Tempo zu kommen. Das haben wir gut geschafft“, sagte Felix Dettenthaler am Dyn-Mikrofon. Der Linksaußen erzielte sechs Tore. Zuvor waren dem 23-Jährigen noch nie mehr als drei Treffer gelungen. „Vertrauen hilft immer enorm, um eine gute Leistung zu bringen. Das habe ich mir heute erarbeitet“, so Dettenthaler.

2. Bundesliga

HSC 2000 Coburg – TuSEM Essen 32:25 (14:15)

Nach ausgeglichenem Beginn (2:2) drehte Marin Lisac kurzzeitig auf. Mit zwei Treffern binnen 30 Sekunden brachte der Kroate sein Team auf Touren – allerdings nur kurzzeitig. In der Folge präsentierte sich das Mahmutefendic-Team vorne unkonzentriert und zuweilen schlampig bei den Pässen. Die Abwehr des Kellerkinds wurde folglich zu wenig bewegt – und gefordert. Vorne spielten die Essener im Rahmen ihrer Möglichkeiten: nicht spektakulär, aber geduldig und solide.

Nur drei Gegentore in 15 Minuten

In der Halbzeit flogen Hunderte Kuscheltiere für den guten Zweck auf das Spielfeld, wenige Minuten später dann wieder die Bälle in die Netze. Auf Coburger Seite tat sich in dieser Disziplin zunächst Nejc Planinsek hervor. Der Slowene netzte zweimal in Folge ein. Röller setzte noch einen drauf zur 17:15-Führung drauf. Doch von diesem guten Start zehrten die Coburger nicht lange genug. Erneut brachte eine Zeitstrafe (gegen Planinsek) das Team aus dem Rhythmus. Tom Wolf traf aus der eigenen Hälfte ins leere HSC-Tor (17:17).

Insgesamt legten die Hausherren nun aber in der Abwehr eine ordentliche Schippe drauf. Essen kam zu keinen einfachen Abschlüssen mehr, stand gegen den massiven Innenblock um Röller und Bis mehrmals im oder kurz vor dem Zeitspiel. Auch Torwart Boukovinas konnte nun persönliche Erfolgserlebnisse feiern. Eine Parade des Griechen leitete den Tempogegenstoß durch Jannes Krone ein. Coburg zog erstmals auf drei Tore davon (20:17, 43.). Nach einem erfolgreichen Siebenmeter von Jesper Schmidt und einem weiteren Treffer von Planinsek wurde es deutlich: 22:17.

Boukovinas und Helmersson laufen heiß

So gut es offensiv auch lief, der Schlüssel für den Turnaround war auf der anderen Seite des Feldes zu finden. Gerade einmal drei Tore in den ersten 15 Minuten des zweiten Durchgangs gönnte der HSC der jungen Mannschaft aus Essen. Der TuSEM, der eine bemerkenswerte erste Halbzeit gespielt hatte, konnte nun nicht mehr dagegenhalten. Vermeintlich freie Würfe machte Boukovinas schwer, vorne lief nun Helmersson heiß.

Der Coburger Vorsprung betrug zwischenzeitlich sieben Treffer (27:20). Spätestens acht Minuten vor Spielende war die Partie entschieden. TuSEM Essen, das nun seit fünf Begegnungen punktlos ist, spielte bis zur Schlusssirene couragiert weiter und betrieb immerhin noch Ergebniskosmetik.

 

Den gesamten Bericht findet ihr bei unserem Medienparter dem Coburger Tageblatt.

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Bericht vom Coburger Tageblatt

Bild von Svejna Sommer