Dass Aufsteiger Stolpersteine sein können, hat der HSC 2000 Coburg in dieser Saison bereits leidvoll erfahren müssen: Am 2. Spieltag kam die Mannschaft von Trainer Anel Mahmutefendic beim HC Oppenweiler/Backnang nicht über ein 23:23-Unentschieden hinaus.
Jetzt wartet mit der HSG Krefeld Niederrhein der nächste Aufsteiger auf die Vestestädter. Für die Gastgeber lief es bislang nicht rund, doch in Coburg ist man trotzdem gewarnt.
2. Handball-Bundesliga, 15. Spieltag
HSG Krefeld Niederrhein (17.) – HSC 2000 Coburg (8.)
„Ich erwarte ein ähnliches Spiel, wie wir das letzte Woche gegen Essen gehabt haben. Krefeld hat im Spiel in Balingen, das sie nur knapp mit 22:25 verloren haben, Selbstvertrauen getankt“, ist Mahmutefendic gewarnt. „Es ist eine Mannschaft, die eine gewisse Aggressivität in der Abwehr auf die Platte legt.“ Ruhe am gegnerischen Kreis ist also gefragt.
Mahmutefendic: Krefeld ist keine Drittliga-Mannschaft
„Aber jetzt spielt Krefeld in der 2. Bundesliga, und sie haben genügend Spieler im Kader, die Zweitliga-Erfahrung haben oder sogar Jugend-Nationalspieler sind. Das ist für mich keine Drittliga-Mannschaft. Dass sie jetzt dort unten stehen, das ist Stand jetzt Fakt. Aber das beeinflusst uns nicht. Die Tabelle kann sich in ein paar Wochen wieder verändern, das haben wir schon oft genug in der Vergangenheit gesehen.“
HSC Coburg hält an seinem Matchplan fest
Beim Heimsieg gegen Essen tat sich Felix Dettenthaler mit einer persönlichen Bestleistung hervor: Der 23-jährige Linksaußen warf insgesamt sechs Tore, mehr als jemals zuvor in seiner Laufbahn. „Ich sage immer: Die Jungs sollen immer bereit sein, der Mannschaft zu helfen. Und das hat Felix am Wochenende auch gemacht“, blickt der HSC-Trainer zurück.
„Und das hat sich in diesem Spiel dann für ihn in den Toren, die er gemacht hat, ausgezahlt. Das ist für ihn schön. Aber diese Leistung kann er nur bringen, wenn die restliche Mannschaft so funktioniert, dass so eine Leistung wie die von Felix möglich wird.“
Ob das Team vom Niederrhein mit dem besten Aufgebot auflaufen kann, ist noch unklar. Zuletzt in Balingen fehlten U20-Nationalkeeper Anel Durmic wegen Achillessehnen-Problemen, Tim Stefan, Lukas Siegler und Nick Braun wegen einer Handverletzung nach einem Autounfall.
Mahmutefendic lässt das kalt: „Es ist uns egal, wer bei ihnen spielt und wer bei uns spielt. Wir verfolgen unsere eigene Idee und unsere eigene Philosophie.“ Damit Krefeld nicht auch noch zu einem Stolperstein wird.
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Bericht vom Coburger Tageblatt
Bild von Svenja Sommer





