Fabian Apfel als Matchwinner, Pavels Valkovskis in der Verantwortung und eine elektrisierende Stimmung in der HUK-COBURG arena: Nach dem Sieg des HSC Coburg gegen Hüttenberg herrscht bei Anel Mahmutefendic und Nils Röller aus unterschiedlichen Gründen Freude.

Der zweite Torhüter Fabian Apfel mutierte zum Matchwinner, als er wenige Sekunden vor Schluss zum Siebenmeter-Duell gegen Tim Rüdiger eingewechselt wurde und mit seiner Parade den Coburger Heimsieg festhielt. Die Halle flippte danach komplett aus, eine Jubeltraube bildete sich rund um Apfel. Und Röller lacht: „Er bekommt von uns heute alles, was er will!“

Das Spiel hätte jedoch nicht in solch ein Drama münden müssen. Die Coburger hatten Ball und Gegner lange Zeit im Griff, lagen scheinbar komfortabel mit drei Toren vorne, beim Stand von 21:17 (37.) sogar mal ganz kurz mit vier Toren. Aber: „Wir hatten dann mal so eine Phase in der zweiten Halbzeit, in der wir zwei, drei Freie verwerfen, und Hüttenberg kommt langsam zurück. Dann weißt du auch, dass es ein Krimi werden könnte“, sagt Trainer Anel Mahmutefendic.

Röller: Richtig gute Abwehr in der ersten Halbzeit

Mit Ausnahme dieser ausgelassenen Chancen kann man den Vestestädtern an diesem Samstagabend herzlich wenig vorwerfen. Vor allem in der ersten Halbzeit blieben keine Fragen offen. „Wir haben vorne für alle Herausforderungen Lösungen gefunden“, so Mahmutefendic. Und Kreisläufer Röller fügt hinzu: „Wir spielen in der ersten Halbzeit eine richtig gute Abwehr.“

Richtig gut war auch die mentale Verfassung der Coburger. Zu einem früheren Zeitpunkt der Saison hätte sich die Mannschaft von der vergebenen Führung womöglich nicht mehr erholt. Dieses Mal hat sie Resilienz bewiesen, und der Coach lobt entsprechend: „Ich bin besonders stolz darauf, wie wir in dieser Phase ruhig geblieben sind, bei uns und unserem System geblieben sind, und auf unsere Chancen im Angriff gewartet haben. Und wir haben sie genutzt.“

Mahmutefendic: Bitte jedes Spiel so eine Stimmung

Wieder einmal war es Toptorjäger Pavels Valkovskis, der nach dem Platzverweis gegen Schmidt in der Verantwortung war. Der 21-Jährige agierte in der Schlussphase als Siebenmeter-Schütze und übernahm zudem die Defensiv-Aufgaben des Linksaußen. Über 60 Minuten gesehen war der künftige Bundesliga-Spieler aus Lettland einmal mehr der beste Coburger auf der Platte.

Doch das Spiel hatte neben Valkovskis und Siebenmeter-Hexer Apfel noch einen weiteren Matchwinner: Die mehr als 2100 Zuschauer auf den Rängen, die nach der Roten Karte in der so wichtigen Crunchtime die HUK-Arena in einen Hexenkessel verwandelten. Mahmutefendic zeigt sich beeindruckt: „Ein ganz großer Dank und ein Riesen-Lob an die Zuschauer!“

Den gesamten Bericht findet ihr bei unserem Medienparter dem Coburger Tageblatt.

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Bericht vom Coburger Tageblatt

Bild von Kevin Dengel