
Der HSC 2000 Coburg und Eintracht Hagen haben sich zum Start in die neue Saison der 2. Handball-Bundesliga ein beinhartes, intensives, und teilweise wildes Duell geliefert, in dem beide Mannschaften jeweils zwei Spieler mit der roten Karte verloren und in der es darüber hinaus noch 15 Zeitstrafen gab. Letztlich hatten die Gäste knapp die Oberhand, der HSC lief einer Schwächephase in der ersten Halbzeit vergeblich hinterher.
2. Handball-Bundesliga, 1. Spieltag HSC 2000 Coburg – VfL Eintracht Hagen 29:31 (15:16)
Die Partie war zu Beginn geprägt von hohem Tempo und effizienten Angriffsreihen, sodass es schnell 5:5 stand (6.). Der HSC lag mit +1 vorne, als die Phase folgte, die ihm in diesem Spiel letztlich das Genick brechen sollte. Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Tin Kontrec brachte die HUK-COBURG arena zum ersten Mal so richtig in Wallung, und die gereizte Stimmung übertrug sich auf die Mannschaft.
Sie streute nun im Angriffsspiel immer wieder Fehlpässe ein, aus denen die Hagener Profit schlagen konnten. Bei einem der folgenden Konterangriffe nahm man den Kontakt mit dem zurückeilenden Jannes Krone an, weshalb er ebenfalls eine Zeitstrafe kassierte. Ein Timeout von Cheftrainer Mahmutefendic beim Stand von 7:9 brachte keine Besserung, im Gegenteil.
Eintracht Hagen zieht in der ersten Halbzeit auf +6 davon
Nils Röller erhielt kurz darauf sogar eine 4-Minuten Zeitstrafe, sodass der HSC kurzzeitig zwei Spieler weniger auf der Platte hatte. Und es sollte noch schlimmer kommen, denn kurz darauf sah Marin Lisac, der einen weiteren Hagen-Konter unterbinden wollte, die rote Karte. So lag der HSC nach gut 20 Minuten plötzlich mit 8:14 hinten, es drohte ein Debakel zum Auftakt zu werden.
Doch nun war der Kampfgeist der Vestestädter geweckt und sie legten eine Performance hin, die stellenweise an die besten Spiele der Vorsaison erinnerte: Boukovinas avancierte zum Hexer zwischen den Pfosten (insgesamt zehn Paraden in Halbzeit 1), und vorne wurde schnell und gefällig kombiniert. Die Coburger machten den Rückstand Schritt für Schritt wett, und dreieinhalb Minuten vor dem Pausengong war man nur noch mit -1 hinten (14:15).
Boukovinas parierte zwar zu Beginn erneut stark, doch weitere technische Fehler sorgten dafür, dass der VfL wieder auf +3 davonziehen konnte. In dieser Phase sah schließlich auch Kreisläufer Nils Röller nach einer weiteren Zeitstrafe die rote Karte (39.). Den fälligen Siebenmeter verwandelte Hakon Styrmisson zum 22:19 für die Gäste. Die Coburger kämpften darum, den Anschluss nicht zu verlieren, stellten sich aber durch Unkonzentriertheiten immer wieder ein Bein.
Beim Stand von 21:23 etwa war der HSC kurz mit zwei Mann in Unterzahl. Dennoch schafften sie es elf Minuten vor dem Ende, den Ausgleich zum 25:25 zu erzielen. Durch weitere technische Fehler und Fehlwürfe zogen die Gäste jedoch wieder auf +3 davon (25:28, 53.). Diesen Vorsprung brachten die Gäste über die Zeit, auch wenn Philip Jungemann in der Schlussphase ebenfalls die rote Karte sah (dritte Zeitstrafe, 56.). Am Ende stand eine 29:31-Niederlage für den HSC.
Die Statistik zum Spiel
HSC 2000 Coburg: Boukovinas (17 Paraden), Apfel – Dettenthaler, Bis (5), Planinsek (3), Ossowski (1), Kontrec, Lisac (2), Krone (4/3), Helmersson (1), Knauer (4), P. Valkovskis (3), L. Valkovskis, Röller, Blahodir (1), Schmidt (5/1)
VfL Eintracht Hagen: Paske (1), Bochmann (14) – Düren, Öhler, Norouzinezhad (4), Pröhl (3), Alves, Pieczkowski (1), Voss-Fels, Jungemann (5), Styrmisson (7/7), Kutz (1), Jukic, Richter, Busch (6), von Boenigk (4)
Schiedsrichter: Leon Bärmann, Nico Bärmann
Zuschauer: 2223
Zeitstrafen: 7 – 8 (2x Kontrec, 2x Krone, Röller (4 min.), Bis, L. Valkovskis – 2x Jungemann, Jukic, Richter, Öhler, Pröhl, 2x Pieczkowski)
Rote Karten: Lisac, Röller – Jukic, Jungemann
Siebenmeter: 4/6 – 7/7 (1x Schmidt, 3x Krone; 7x Styrmisson)
Spielfilm: 5:5 (8.), 8:11 (15.), 10:14 (23.), 15:16 (Halbzeit), 19:21 (38.), 21:24 (45.), 25:27 (53.), 29:31 (Endstand)
Den gesamten Bericht findet ihr bei unserem Medienparter dem Coburger Tageblatt.
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Bericht vom Coburger Tageblatt
Bild von Svenja Sommer





