Jan Schäffer muss es wissen. Der 35-jährige Ex-Kreisläufer des HSC Coburg sprang am Freitagabend in der HUK-Arena kurzfristig als Experte und Co-Kommentator für den Streamingdienst Dyn ein – und begann seine Analyse nach dem Spiel mit dem Satz: “Auf Coburger Seite hat heute einfach alles, was man geplant hat, funktioniert.”

Denn mit zwölf Toren Abstand zu gewinnen, ist im Handball alles andere als alltäglich – und 40 Treffer in 60 Minuten zu erzielen ebenso. Genau das gelang den Vestestädtern gegen die Eulen Ludwigshafen: Die Mannschaft von Trainer Anel Mahmutefendic setzte sich nach einem rundum überzeugenden Auftritt mit 40:28 durch.

Anel Mahmutefendic: Es gibt solche Abende

“In der zweiten Halbzeit ist es schön, wenn man jedem Spieler Einsatzzeit geben kann – dann sieht man, wozu die Mannschaft in der Lage ist.” Bereits im ersten Durchgang machte der HSC den Deckel drauf: Nicht zuletzt durch viele erzwungene technische Fehler beim Gegner und gefährliche Tempogegenstöße stand es zur Pause 25:14 für Coburg. Auch den Innenblock überwanden die Gastgeber immer wieder effektiv.

Der Matchplan, von dem der Trainer gerne spricht, ging diesmal voll auf. “Wir haben heute ein überragendes Tempospiel gespielt, das hat uns das ganze Jahr gefehlt. Heute ist der Knoten geplatzt, und das haben wir uns vor der Saison auch auf die Fahnen geschrieben. Das macht uns stolz”, verriet Linksaußen Jesper Schmidt am Dyn-Mikrofon.

“Wir haben viele schnelle, einfache Tore erzielt und gegnerische Fehler konsequent bestraft. Ich glaube, dass Ludwigshafen dadurch irgendwann die Lust verloren hat. Wir haben es bis zum Ende durchgezogen und können sehr zufrieden sein”, so Krone weiter.

“Das ist der Anspruch” für jedes Spiel des HSC Coburg

Dass Ludwigshafen trotzdem 28 Tore erzielte, lag vor allem am hohen Spieltempo. Schmidt meint: “Die 28 Gegentore spiegeln das nicht unbedingt wider, aber wir spielen eine richtig gute Abwehr mit starken Torhütern, und das war die Grundlage für unser Tempo heute.”

Das gewachsene Selbstvertrauen im gesamten Team ist wichtig für die kommenden Aufgaben. Am Freitag geht es nach Ferndorf – eine “schwierige Aufgabe”, sagt Krone. Der Trainer fordert: “Was wir heute gezeigt haben, ist der Anspruch für jedes Spiel. Natürlich ist das nicht immer möglich, aber wir wollen, dass dieses Level unser Standard ist.” Gelingt das dem HSC, darf sich der Rest der 2. Handball-Bundesliga warm anziehen.

Den gesamten Bericht findet ihr bei unserem Medienparter dem Coburger Tageblatt.

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Bericht vom Coburger Tageblatt

Bild von Svenja Sommer