Die Feiertage starten verspätet beim HSC Coburg: Trainer Anel Mahmutefendic legt den vollen Fokus auf die letzten zwei Spiele des Jahres. Zumal mit Bayer Dormagen ein Gegner in die HUK-Arena kommt, der in der Vorwoche gegen einen Top-6-Klub einen Punkt holte.

2. Handball-Bundesliga, 16. Spieltag

HSC 2000 Coburg (8.) – TSV Bayer Dormagen (12.)

“Für mich wird es erst am 28. Dezember Entspannung geben”, sagt der 47-Jährige. Denn bis dahin stehen noch zwei wichtige Spiele auf dem Programm: erst die Partie gegen Dormagen am Wochenende und dann, zum Hinrunden-Abschluss, das Derby beim TV Großwallstadt am 27. Dezember. “Es gibt noch sehr viel in diesen beiden Spielen zu holen”, findet Mahmutefendic.

Anel Mahmutefendic warnt vor Dormagen

Der Sieg war der vierte in Folge für den HSC und der sechste aus den letzten sieben Spielen. Es ist eine beeindruckende Serie, die rund um Weihnachten weiter ausgebaut werden soll. Doch die Gäste aus Nordrhein-Westfalen sind nicht zu unterschätzen. Aus den letzten sechs Spielen holten sie zwar lediglich drei Punkte, hatten es dabei aber auch ausschließlich mit den Top-Sechs der Tabelle zu tun.

“Es ist bei Dormagen tatsächlich wie bei allen Mannschaften in der Liga”, merkt Mahmutefendic an. “Man sieht es auch, wenn ich jetzt mal kurz zurückblicke, an der HSG Krefeld. Die haben wir geschlagen, und in der Woche davor gewinnen sie fast in Balingen. Von daher sagt die Tabelle wirklich nichts aus, und ich weiß, dass ich mich damit wiederhole.”

HSC Coburg: Wer fährt mit zur Handball-EM?

“Es zeigt aber, dass wir jedes Spiel konzentriert angehen sollen, müssen und auch wollen. Deswegen werden wir uns auch auf Dormagen entsprechend vorbereiten. Das ist eine junge Mannschaft, die sehr frei und geduldig aufspielt und sehr variabel spielt. Darauf müssen wir uns gut einstellen.” Zumal Mahmutefendic darauf hinweist, dass es zur Philosophie der Dormagener gehört, junge Spieler weiterzuentwickeln. Entsprechende Formschwankungen seien also eingepreist.

Mittlerweile wirft auch die Handball-EM der Männer ihre Schatten voraus. Bundestrainer Alfred Gislason hat am Mittwoch seinen Kader für das am 15. Januar startende Turnier in Dänemark, Schweden und Norwegen bekanntgegeben – erwartungsgemäß ohne HSC-Akteur. Mahmutefendic geht aber davon aus, dass Mikael Helmersson für Italien beim Turnier dabei sein wird.