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HSC 2000

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Heimauftakt verloren

HSC II: Hohe Hürde für die Coburger Die HSC-Reserve agierte teilweise zu hektisch

Ohne richtig zu überzeugen verlor Coburg das “Duell der Reserven” gegen Magdeburg

HSC 2000 Coburg II gegen SC Magdeburg II 21:27 (11:13)

Die scheinbar klare Niederlage des HSC 2000 Coburg II gegen die zweite Garnitur des SC Magdeburg fiel entschieden zu hoch aus, denn fast 50 Minuten lang haben die Coburger prima mitgehalten und waren zwischendurch auch mit Vorteilen im Spiel. Eine völlig unerwartete Torflaute beim HSC war letztlich die Folge einer relativ klaren 21:27-Niederlage durch die Magdeburger, denen dann aber auch alles gelang, während den HSC-Akteuren das Pech weiterhin an der (Wurf)-Hand klebte.
Bereits nach drei Spieltagen ist mit der SG Leutershausen (29:22 gegen HC Erlangen II) nur noch eine Mannschaft mit einer sauberen Bilanz, und im Keller sind mit GSV Eintracht Bauntal (23:26 bei HSC Bad Neustadt) und MSG Groß-Bieberau (28:34 bei HSV Bad Blankenburg) nur noch zwei Mannschaft ohne jeden Pluspunkt. Die Überraschung des Wochendes die 31:35-Heimniederlage von HSG Rodgau Nieder-Roden gegen Aufsteiger Northeimer HC nach zwei klaren Erfolgen. Auch der klare Sieg des TV Gelnhausen über den TV Großwallstadt (29:23) war keinesfalls zu erwarten. Das 30:27 von SV Anhalt Bernburg gegen HSG Hanau und die 20:23-Niederlage bei Neuling SG Bruchköbel macht bereits kurz nach dem Saisonbeginn deutlich, dass in der Liga Ost mit jedem zu rechnen ist, außer vielleicht der SG Leutershausen, dem aus der 2. Liga gekommenen nunmehr alleinigen Spitzenreiter.

Die Aussage von SCM-Trainer Vanja Radic: “Heute lief einfach alles gut für uns” verdeutlicht die unnötig hohe Niederlage des HSC, der lange Zeit nicht wie eine späterer Verlierer aussah, obwohl die Mannschaft schon sehr bald im Angriff zu keinen echten Bindungen fand, zudem das Visier oft schlecht eingestellt hatte, teils zu hektisch agierte und letztlich auch zu viele Fehler produzierte. Auch die hessischen Referees passten dazu, die ungewohnt oft vom Coburger Anhang ausgepfiffen wurden, aber auch vom gegnerischen Trainerteam kritisiert worden sind. Das Spiel war trotz vieler negativen Dinge lange Zeit überaus spannend, Coburg durchaus gleichwertig, auch kämpferisch passabel, aber schon bald ohne nötiger Fortune, die jeder bei einer solchen Leistung einfach braucht. Bis zum 3:3 in der 12. Minute traf der HSC bereits zweimal das Metall und scheiterte ebenso oft freistehend. Aber auch die Gäste scheiterten am aufmerksamen TW Tim Titze. Danach wurde es endlich auch torreicher. Bis zum 8:8 (20.) musste Magdeburg immer den Vorteil des HSC egalisieren und erhöhte nach dem 9:10 innerhalb von vier Minuten zur ersten Drei-Tore-Führung (10:13), die Coburg mit einer prima Kombination umgehend verkürzte. Mit viel Druck begannen die Gelb-Schwarzen nach der Kabinenpredigt die zweite Halbzeit. Schramm und Wolf (2) brachten mit ihrer Routine ihr Team innerhalb von knapp vier Minuten mit 14:13 nach vorn. Die kompromisslose Abwehr der Magdeburger ließ sich jedoch nicht einschüchtern und deren clever agierende Angriff hielt die Partie bis zum 18:18-Ausgleich (44.) in der Partie, während Coburg plötzlich immer mehr nachließ. Bis zur 57. Minute blieb der HSC dann trotz einiger Möglichkeiten ohne einen Torerfolg. Magdeburg konnte locker auf 18:25 davonziehen und die Partie damit gelaufen. Fazit: zwar nicht einmal ganz so schlecht gespielt, aber neben Pech mit Pfostenwürfen waren es einfach zu viele technische Fehler, die dem Trainerteam keinesfalls gefallen können, dem Gegner aber zum leichten Sieg verhalfen.

Schiedsrichter: Florian Reuther / Michael Tobiasch (Idstein)

Zuschauer: 285

Zeitstrafen: 1 / 1

Strafwürfe: 3 / 3

HSC 2000 Coburg II: Tim Titze, Patryk Foluszny (Tor); Marvin Munoz (1), Nikola Franke (1), Lukas Dude (1/1), Benedikt Kellner (4/1), Maximilian Drude, Jonathan Rivera (1),Christopher Härtl, Jakob Knauer (1), Kenny Schramm (5), Andreas Wolf (7), Jannik Merkwirth, Patrick Pernet, Dominik Bühler.

Stimmen zum Spiel

Ronny Göhl (HSC Trainer-Team): Die Beurteilung zum Spiel nach dem 21:27 ist sehr schwierig. Wir haben kein Angriffsspiel gefunden, den Ball eigentlich nur hin und her geschoben, nicht mannschaftlich gespielt, nur 1 gegen 1 ist zu wenig. Die Deckung war in der 1. Halbzeit noch in Ordnung, wir belohnen uns aber im Angriff nicht. In die 2. Halbzeit kommen wir gut rein, verlieren dann den Faden und dann gibt es nichts weiter mehr darüber zu sagen.

Nikola Franke (Spieler): Wir haben in keinster Weise das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wussten was kommt und wie Magdeburgs Abwehr spielt, haben aber trotzdem genau das gemacht was wir nicht wollten: den Ball laufen lassen. Die Abwehr war im Positionsangriff gefestigt gestanden, leider aber über die rechte Seite zu viele Tore bekommen. Von den 27 Toren resultieren auch zu viele aufgrund unserer Fehler mit einfachen Konter. Letzten Endes heißt es, abhaken, nach vorne schauen und als Lerneffekt für unsere junge Mannschaft mitnehmen und beim nächsten Mal die Halle mit den beiden Punkten verlassen.

Vanja Radic (Trainer SC Magdeburg): Ich habe es mir deutlich, deutlich schwerer vorgestellt. Wir haben eine sehr junge Truppe und was diese in den beiden letzten Spielen gezeigt hat, dass sie viel Charakter haben, sie nicht an ihrer Leistung zweifeln und bis zu 60. Minute kämpfen. Sie bleiben fokussiert, spielen fast schon wie Männer. Das macht richtig Spaß. Die Antwort auf die Frage nach dem unerwartet deutlichen Sieg: Mein Betreuer tippt immer zuvor, diesmal auf ein Unentschieden. Ich hätte es nicht gedacht. Ich habe im Video die Truppe von Coburg gesehen. Da sind viele richtig gute Spieler dabei. Unsere Deckung hat einfach gut gepasst heute, die Deckung einschließlich Torhüter ebenfalls und vorne ist uns sehr viel gelungen. Ich hoffe, dass es im Rückspiel wieder so ist. Heute lief einfach alles gut für uns.

Bericht von Erich Bilek

© HSC 2000 Coburg e.V. 2017