Die Eulen Ludwigshafen haben sich nach fünf Niederlagen in Folge gefangen und in der Vorwoche wieder gewonnen. Für Anel Mahmutefendic, den Trainer des HSC Coburg, ist die Mannschaft aus zwei Gründen schwer einzuschätzen.
2. Handball-Bundesliga, 12. Spieltag
HSC 2000 Coburg (10.) – Eulen Ludwigshafen (15.)
„Es ist schwer zu sagen“, antwortet der 47-jährige HSC-Trainer Anel Mahmutefendic auf die Frage nach den Stärken und Charakteristika der Eulen. „Sie hatten bislang keine so gute Saison gespielt und zudem vor einigen Wochen einen Trainerwechsel. Sie befinden sich also in einem Prozess und müssen erst mal schauen, was der neue Trainer von ihnen möchte, wie er spielen will, und was sie daraus machen.“
Ein Weltmeister von 2007 trainiert Ludwigshafen seit Oktober
Beim 27:25 gegen die TuS N-Lübbecke feierten die Eulen ihren ersten Sieg unter dem 41-Jährigen. Dass es erst im fünften Anlauf klappte, lag auch am schweren Programm: Mit Balingen, Hagen und Dresden standen sie drei Teams aus den Top 4 gegenüber. Vor Haaß‘ Verpflichtung setzte es zudem eine Niederlage gegen den Zweiten aus Bietigheim.
„Sie werden in den nächsten Wochen aber weiter eine Überraschung sein. Man hat gegen Nettelstedt gesehen, dass sie genügend Qualität haben, um gute Ergebnisse zu holen“, warnt Mahmutefendic – und wiederholt sein Credo: „Wir müssen uns auf uns und unsere eigenen Dinge konzentrieren, und uns besser präsentieren als zuletzt in der zweiten Halbzeit in Nordhorn.“
Am Ende stand ein 26:30 aus Coburger Sicht. „Wir haben unsere Chancen nicht verwandelt und uns dadurch eine gewisse Unsicherheit ins Spiel geholt. Es gab sieben oder acht gut herausgespielte hundertprozentige Chancen. So haben wir ihren Torwart warmgeworfen und wir waren nicht mehr auf die nächste Aktion, den nächsten Wurf fokussiert“, hält der HSC-Coach fest.
HSC-Coach Mahmutefendic: Jetzt endlich mal über 60 Minuten konstant
„Wir haben immer mal wieder gesehen, was wir zu leisten im Stande sind. Jetzt ist es mal an der Zeit, das über die gesamten 60 Minuten zu zeigen.“ Tatsächlich zeigte der HSC in Nordhorn wieder seine beiden Gesichter: starker erster Durchgang, dann elf torlose Minuten nach der Pause – die Partie kippte.
Nachsatz: „So lädst du den Gegner wieder ins Spiel ein.“ Das soll am Freitag nicht passieren. Besonderes Duell am Kreis: Der HSC-Spieler des Monats Oktober, Nils Röller, trifft auf seinen Bruder Lars. Mahmutefendic ist sicher: „Er ist Profi genug, um das ausblenden zu können. Nils war schon öfter in dieser Situation und hat gegen seinen Bruder gespielt.“ In dieser Hinsicht gibt es also kein Fragezeichen.
Den gesamten Bericht findet ihr bei unserem Medienparter dem Coburger Tageblatt.
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Bericht vom Coburger Tageblatt
Bild von Anastasia Hrytsenko






