Der HSC Coburg hat nach vier Siegen in Folge zum ersten Mal wieder verloren: Beim Weihnachtsheimspiel in der HUK-Arena gegen Bayer Dormagen setzte es eine dramatische 35:36-Niederlage für die Vestestädter, die begleitet war von strittigen Schiedsrichterentscheidungen.
2. Handball-Bundesliga, 16. Spieltag
HSC 2000 Coburg – TSV Bayer Dormagen 35:36 (19:16)
Wie schon vor einer Woche in Krefeld erwischten die Vestestädter klar den besseren Start und zogen in den ersten vier Minuten auf 3:0 davon. Ein Vorsprung, von dem die Vestestädter immer wieder zehren konnten, wenn es eng wurde. Denn abschütteln ließen sich die Gäste freilich nicht. Und vorne ließen die Coburger im ersten Durchgang immer wieder Hochkaräter liegen.
Mikael Helmersson etwa traf bei einem strammen Wurf aus dem Hinterhalt nur den Pfosten, Jannes Krone scheiterte nach einem Steal am Bayer-Keeper Christian Ole Simonsen. So stand es nach zehn Minuten wieder unentschieden 5:5. Doch der HSC ist mittlerweile eine gefestigte Mannschaft, zauberte bisweilen (Kempa Helmersson) und zog beim 10:7 wieder auf +3 davon.
HSC Coburg profitiert von früher Drei-Tore-Führung
Petros Boukovinas fischte den einen oder anderen Ball aus dem Netz, und Krone wurde für einen abgefangenen Pass gefeiert. Als der HSC drei Minuten vor der Pause erstmals auf +4 davonzog (17:13), nahm Dormagen die nächste Auszeit. Der HSC spielte die Halbzeit souverän zu Ende, trotz einer weiteren Zeitstrafe gegen Tin Kontrec. Enorm wichtig: Kreisläufer Bis erzielte durch per Willensleistung quasi mit dem Pausengong das 19:16 für die Hausherren.
Im zweiten Durchgang wurde zunächst Hochgeschwindigkeits-Handball gespielt, schnell hatten beide Mannschaften vier Treffer erzielt. Nach gut zehn Minuten wurde es dann immer hektischer. Mittlerweile hatte Dormagen den Ausgleich hergestellt, und nach einem Fehlpass von Helmersson brachte Kaj Kriescher die Gäste erstmals in diesem Spiel in Führung (24:25, 42.).
Schiedsrichter bringen die HUK-Arena gegen sich auf
Die Coburger blieben aber dran und ließen sich von der gereizten Stimmung nicht beeinflussen, auch wenn etwa Schmidt alleine auf das Bayer-Tor zulaufend nur den Pfosten traf. 28:29 stand es, als zehn Minuten vor Schluss erneut in den Fokus rückten. Diesmal blieben ein Dormagener Spieler und ein sichtlich benommener Röller auf dem Boden liegen, es gab eine Zeitstrafe gegen Bartlomiej Bis. Jetzt kannte das Publikum kein Pardon mehr und feuerte „Schieber“-Rufe in Richtung der Schiedsrichter ab.
Auf der Platte blieb es spannend, Coburg ging sechs Minuten vor Schluss durch Röller wieder mit 32:31 in Führung. Und als Peter Strosack kurz darauf beim 33:32 einen Siebenmeter verwarf, schien es doch wieder in Richtung des HSC zu gehen. Doch dann leisteten sich die Gastgeber einen Fehlwurf und einen technischen Fehler – Dormagen glich wieder aus. Und als sie eineinhalb Minuten vor Schluss nochmal eine Auszeit nahmen, glückten ihnen die entscheidenden Kniffe.
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Bericht vom Coburger Tageblatt
Bild von Svenja Sommer





