
Das bittere 23:23-Unentschieden beim Aufsteiger HC Oppenweiler/Backnang, als die Hausherren den Ausgleich per Siebenmeter nach Ablauf der Spielzeit erzielten, haben sie beim HSC Coburg mittlerweile verdaut. Der Blick von Trainer Anel Mahmutefendic und der gesamten Mannschaft richtet sich nach vorne, am Samstag um 18 Uhr (live bei Dyn) steht das Heimspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV an.
Auf das Team aus Sachsen-Anhalt sind die Vestestädter bereits in der Vorbereitung getroffen, am 6. August gab es einen 38:30-Erfolg für die Schützlinge des 47-jährigen Mahmutefendic. Doch davon kann sich der HSC nicht viel kaufen, der Druck ist in einem Punktspiel ein ganz anderer. Das weiß auch der Trainer. „Es geht darum, mit diesem Druck umzugehen“, sagt er.
Zumal der verpatzte Saisonstart nicht gerade dazu beiträgt, Druck vom Kessel zu nehmen. Doch Mahmutefendic winkt ab: „Letztes Jahr hatten wir nach den ersten zwei Spielen auch erst einen Punkt. Ich mache mir deshalb überhaupt keine Sorgen. Wir haben einen guten Spielstil, und der hat auch in der letzten Saison und in den Vorbereitungsspielen wunderbar funktioniert.“
Anel Mahmutefendic: Die Saison geht erst richtig los
„Wir haben außerdem erst zwei Spiele gespielt, die Saison geht erst richtig los. Lass uns ruhig bleiben. Wir machen weiter und wissen, was wir können. Und dann geht es auch darum, die Einstellung im Kopf zu ändern. Mit Vertrauen und Spaß kommen wir wieder zu unserem Spiel.“
Das eigene Spiel, das litt in den beiden ersten Spielen gegen Hagen und Oppenweiler/Backnang unter den vielen Fehlwürfen und technischen Fehlern, die die Coburger eingestreut haben. Auch deshalb konnte keine der beiden Begegnungen gewonnen werden. Eine vielsagende Statistik: In Oppenweiler hatte der HSC nach einer Viertelstunde gerade einmal zwei Treffer erzielt.
„Natürlich haben wir ein paar Fehler zu viel gemacht im Angriff, wir haben einfach zu viel verworfen. Wenn man die erste Halbzeit sieht: Da haben wir acht 100-prozentige, inklusive drei Siebenmeter verworfen. Wenn wir die Hälfte davon machen, dann führen wir schon mit vier, fünf, sechs Toren, dann ist das Spiel eigentlich gespielt“, so der Cheftrainer, der die vielen Fehler selbst „kritisch“ sieht. „Wir müssen im Angriff deutlich unsere Fehlerquote runterschrauben.“
HSC Coburg zeigte zuletzt eine Top-Defensivleistung
Mahmutefendic weiter: „Ich werfe da niemandem etwas vor. Das passiert nun mal, und es ist passiert. Wir können es jetzt nicht mehr ändern, wir können es nur noch besser machen.“ Das soll am besten schon gegen Dessau-Roßlau gelingen. Doch der Trainer ist erfahren genug, um zu wissen, dass der deutliche Sieg im Vorbereitungsspiel nicht repräsentativ ist für das, was ihn am Samstag erwartet.
„Es ist eine junge Mannschaft mit viel Talent viel Qualität“, lobt der HSC-Coach den kommenden Gegner, der am vergangenen Wochenende immerhin den Bundesliga-Absteiger 1. VfL Potsdam in einem wahren Handball-Krimi mit 25:24 niederrang. „Es wird interessant zu sehen, wie wir die Chance nutzen, zurückzufinden zu dem, was wir im Vorbereitungsspiel gemacht haben.“
Personell hat sich bei Dessau seitdem einiges getan. Aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle von Tomislav Jagurinoski, Julius Drachau und Fritz-Leon Haake schlug die Mannschaft von Trainer Vanja Radic nochmals auf dem Transfermarkt zu. Niklas Döbbel und Sebastian Bialas verstärken die Mannschaft und werden erstmals in Coburg für Dessau-Roßlau auflaufen. Die beiden Talente stoßen vom Drittligisten SC Magdeburg Youngsters per Zweispielrecht zum Zweitligisten.
Den gesamten Bericht findet ihr bei unserem Medienparter dem Coburger Tageblatt.
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Bericht vom Coburger Tageblatt
Bild von Svenja Sommer




