Großwallstadt gastiert am letzten Spieltag in der HUK-COBURG arena. Der HSC 2000 will sich mit einem Heimsieg gebührend verabschieden. Ab Sonntag geht es in den Urlaub.

2. Bundesliga

HSC 2000 Coburg (9.) – TV Großwallstadt (14.)

„Es ist an sich ein normales Ligaspiel, aber natürlich werden bei manchen Spielern große Emotionen hochkommen. Einige Spieler waren kurze Zeit hier und machen den nächsten Schritt, für andere endet eine lange Reise“, sagt Mahmutefendic. Wie etwa für Pavels Valkovskis, der seit der C-Jugend für den HSC aufläuft oder Felix Dettenthaler, der neun Jahre in der Vestestadt verbrachte.

Ob Mahmutefendic allen Akteuren, die einsatzfähig sind, in der letzten Partie Spielminuten geben wird, hat er noch nicht entschieden. „Das wird vom Spielverlauf abhängen. Wir möchten eine gute Balance finden und das Spiel natürlich gewinnen“, sagt Mahmutefendic.

So wie die zurückliegenden beiden Begegnungen in Dormagen und gegen die mittlerweile abgestiegene HSG Krefeld Niederrhein. „Wir wollten die Saison unbedingt gut abschließen. Auch, um mit einem guten Gefühl in die nächste Saison zu gehen. Die Art und Weise, wie wir beide Spiele nach dem schweren Start gestaltet haben, zeigt für mich den Charakter, der Mannschaft. Ich wusste, dass wir den besitzen und bestätigt die Arbeit, die wir machen“, erklärt der HSC-Coach.

Großwallstadt mit sechs Pleiten in Serie

Eine ordentliche Arbeit lieferte über die Saison der fränkische Rivale aus Großwallstadt ab. Nach zuletzt sechs Niederlagen in Folge ist das Team von Trainer André Lohrbach allerdings auf Platz 14 abgerutscht. Fehlende Erfolgserlebnisse, die sich auch mit der personellen Situation des TVG erklären lassen. In der Vorwoche etwa konnte Lohrbach nur auf ein Rumpfteam zurückgreifen, musste unter anderem auf das Linkshänder-Trio Yessine Meddeb, Joel Zimmer und Dmytro Redkyn verzichten.

Angesichts dieser Hypothek hielt Großwallstadt beim 29:33 gegen Dresden gut mit. „Großwallstadt ist eine Mannschaft, die um nicht mehr viel spielt und befreit auftreten kann. Sie haben mit vielen Verletzungen zu kämpfen, ein paar Spiele mit kleinem Unterschied verloren. Sie haben genügend Qualität und werden uns vor Aufgaben stellen. Mal sehen, welche Mannschaft es schafft, mehr Kraftreserven herauszupressen“, sagt Mahmutefendic. Die Motivation kann sich jedenfalls sehen lassen: Urlaub ab Sonntag für alle. „Das haben sich die Jungs auch verdient.“

120 Liter Freibier

Mahmutefendic, der noch einen Vertrag bis 2028 besitzt, bittet dann ab Mitte Juli wieder zum Training. Er selbst wird seinen Urlaub in Kroatien verbringen. Davor möchten die Coburger ihren treuen Fans aber noch einen Heimsieg schenken und sich mit guter Laune verabschieden. Nach den Verabschiedungen in der Halle nach Spielende lädt der Verein noch zum gemeinsamen Saisonausklang auf dem Arena-Vorplatz ein. 120 Liter Freibier stehen bereit. Die Stadtkapelle Seßlach sorgt für die musikalische Umrahmung.

Voraussichtliche Aufgebote

HSC 2000 Coburg: Boukovinas, Apfel – Düsterhöft, Dettenthaler, Bis, Planinsek, Ossowski, Belbey, Kontrec, Krone, Helmersson, L. Valkovskis, Röller, Lilienfelds, Schmidt

TV Großwallstadt: Nowottny, Durmic – Gempp, Eisenträger, Klimpke, Battermann, Stark, Knabe, Skarnas, Ihmer, Schalles

Schiedsrichter: Maximilian Engeln (Burscheid) / Felix Schmitz (Leverkusen)

Den gesamten Bericht findet ihr bei unserem Medienparter dem Coburger Tageblatt.

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Bericht vom Coburger Tageblatt

Bild von Svenja Sommer