Personell sind die HSCler allerdings arg gebeutelt. Kulhanek und Schröder haben muskuläre Probleme, Neuhold laboriert an einem Muskelfaserriss in der linken Wade, bei Preller ist es eine Schambeingeschichte. Hinzu kommen die Langzeitverletzten Mustafic (Mittelhandbruch) und Knauer (Schulterverletzung). Auf dessen rechter Rückraumposition ist jetzt Zetterman alleine gefordert. Gorr beobachtet deswegen auch den Spielermarkt, eine Verpflichtung von Rene Drechsler vom Zweitligisten Wilhelmshavener HV machte die Runde.
Doch der HSC-Geschäftsführer sagt: „Wir müssen die verbliebenen Rückraumspieler in die Pflicht nehmen.“ Denn da ist Coburg flexibel und variabel aufgestellt, hat in den Spielen ohne Jakob Knauer auch mit einem Rechtshänder auf dieser Position immer wieder gute Abschlüsse gefunden.
Mraz ist froh, dass Nenadic und Zeman durch die ausgefallenen EM-Qualispiele in der Vestestadt bleiben konnten. Bis auch noch Nenadic im Training umknickte und für Donnerstag auf jeden Fall ausfällt. Wetzlar hat sich stets als stark genug für die Liga seit dem Aufstieg 1998 präsentiert. Und das obwohl gerade in den letzten Jahren immer wieder wichtige Leute abgegeben werden mussten. Von einem Verein, der im Etat-Ranking stets im hintersten Bereich zu finden ist und der nach Andreas Wolff in Till Klimke erneut einen starken Mann zwischen den Pfosten hervorgebracht hat, inzwischen auch Nationalspieler. Davor muss Coburg die von Rubin gut organisierte Abwehr auseinanderdividieren und vorne die Kreise von „Oldie“ und Spielgestalter Mirkulovski einschränken, der eigentlich nur noch Co-Trainer sein sollte. Was bei allen eigenen Problemen für Mraz und sein Team ein Vorteil sein könnte sind die fehlenden Zuschauer, das hat Wetzlar im Hessenderby gegen Melsungen zu spüren bekommen.





