Trainer Jan Gorr probiert beim lockeren 32:30-Testspielerfolg gegen die lettische Nationalmannschaft viel aus.

Einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg haben die Coburger Handballer gegen die lettische Nationalmannschaft am Freitagabend in der HUK-COBURG arena vor 400 Zuschauern eingefahren. Neben den verletzten Spielern Tom Wetzel und Philipp Barsties musste Jan Gorr auf die Nationalspieler Romas Kirveliavicius und Marko Neloski verzichten, dazu wurde Florian Billek aufgrund einer leichten Blessur an der Schulter geschont.

HSC 2000 Coburg – Lettland 32:30 (16:10)

1:0 und 2:1 führte die lettische Nationalmannschaft, danach übernahm der HSC klar das Kommando und zog schon Mitte der ersten Hälfte auf vier Tore davon (8:4). Den Letten unterliefen viele technische Fehler im Angriff und bei ihren wenigen gut herausgespielten Möglichkeiten scheiterten sie immer wieder an Oliver Krechel.

In der zweiten Hälfte ließen es die Coburger, die nun mit Patryk Foluszny im Tor agierten, etwas ruhiger angehen. Der erste Treffer fiel erst nach fünf Minuten, die Balten packten in der Abwehr entschlossener zu und kamen zwischenzeitlich auf drei Tore heran.

Die junge Garde überzeugt

Doch die Gäste leisteten sich weiter viele Ballverluste – die agilen Felix Sproß und Lukas Wucherpfenning nutzten das einige Male zu sehenswerten Tempogegenstoßtoren aus.

Als sich die Nachlässigkeiten in der HSC-Deckung Mitte des zweiten Abschnitts weiter häuften, nahm Gorr beim Stand von 22:19 eine Auszeit. Die Worte schienen zu fruchten, denn seine Schützlinge agierten nun wieder konzentrierter und schraubten den Vorsprung nach einem erneuten Kontertor von Wucherpfenning wieder auf sechs Tore hoch (28:22, 51.).

Als Gorr in den letzten Minuten fast komplett auf seine Youngsters vertraute, konnten die Letten noch einmal leicht verkürzen – der Testspielerfolg geriet trotz vieler taktischer Experimente aber zu keiner Zeit in Gefahr.

Jan Gorr (HSC-Trainer): „Wir haben uns vorgenommen, einige Dinge zu experimentieren, zu denen wir in der Meisterschaft keine Zeit haben – vor allem die 5:1-Abwehr. Und es war gut, dass wir das gemacht haben, da es die eine oder andere Abstimmungsschwierigkeit gab, die wir im Laufe des Spiels versucht haben, zu lösen. Teilweise haben wir das auch geschafft. Auch für die jungen Leute war es gut, etwas mehr Bundesliga-Luft zu schnuppern. Es war ein gutes Spiel, aus dem wir viel mitnehmen können. Und unter dem Strich hat es uns wieder etwas weitergebracht. Es war ein tolles Drumherum und ein besonderes Flair gegen eine internationale Mannschaft zu spielen. Von daher können wir durchaus zufrieden sein, auch wenn handballerisch natürlich das ein oder andere hätte besser laufen können, aber das war erwartungsgemäß.“

Die Statistik

HSC 2000 Coburg: Krechel, Foluszny; Hagelin, Wucherpfenning (5/1), Sproß (5), Kelm, Linhart (3), Weber (1), Lex (5/2), Kellner (3), Riehn (6/1), Knauer (1), Varvne (3)

Schiedsrichter: Timo Hofmann (Bamberg)/Thomas Hörath (Nürnberg)

Zuschauer: 400

Bericht Coburger Tageblatt (www.infranken.de)
Bilder von Henning Rosenbusch (www.henning-rosenbusch.de)