Nach der Pleite in der HUK-Arena hoffen die treuen Fans des HSC 2000 Coburg am Sonntagabend auf einen Sieg ihres Teams in Sachsen-Anhalt.
 
Die Aussichten auf Zählbares am Wochenende stehen für den HSC Coburg alles andere als optimal. Denn nicht nur, dass es im Hinspiel in eigener Halle nur zu einem Remis reichte, beim Dessau-Roßlauer HV wurden die Zähler bislang stets zurückgelassen. Anwurf ist am Sonntagabend um 17 Uhr.

Aber die Coburger müssen für ihren über weite Strecken schwachen Auftritt vergangene Woche gegen Elbflorenz Wiedergutmachung betreiben. Wobei HSC-Coach Jan Gorr dies relativiert, jedoch auch für das Dessauer Spiel feststellt: „Natürlich war das gegen Dresden zeitweise fahrig und das müssen wir jetzt ein Stück weit besser machen. Der Kritik haben wir uns selbstkritisch gestellt und wollen jetzt mit mehr spielerischer Raffinesse agieren.“

Starkes Abwehr-Bollkwerk

Das ist auch erforderlich, denn der Dessau-Rosslauer HV zeigt insbesondere in der Abwehr durchaus Parallelen zum HC Elbflorenz auf. Die Abwehr agiert ähnlich wie die der Dresdner, weil Dessaus Coach Uwe Jungandreas mit dem jetzigen Coach des HC Elbflorenz, Christian Pöhler, vor zwölf Jahren Concordia Delitzsch in die 1. Liga geführt hat.

„Da werden wir uns mehr reinhängen müssen, denn die Dessauer gehen in der Deckung durchaus robust und handwerklich zu Werke, so dass wir physische Präsenz zeigen wollen“, so Gorr. Damit soll die Basis für den ersten Sieg bei Dessau-Roßlau gelegt werden. Hilfreich könnte sein, dass der Gegner derzeit etwas von der Rolle ist. Seit Mitte Dezember stehen für den HSC-Gegner lediglich 4:18 Punkte zu Buche, nachdem es bis dahin nahezu optimal lief. Aber deren Trainer Jungandreas hat immer warnend den Finger gehoben. „Sie haben in letzter Zeit einige personelle Rückschläge zu verkraften und werden sicherlich nicht mit dem Selbstvertrauen auftreten, wie das noch im Hinspiel der Fall war“, mutmaßt Gorr.

Trotzdem verweist er auf die „Rückraumpower“ mit Vincent Somann, der auch im Eins-gegen-eins stark ist, Florian Pfeiffer und Johannes Wasielewski. „Das wird wieder eine ganz harte Nuss.“ Zudem agiert der HV über die Verbindung Torwart-Abwehr gerne mit schnellem Spiel nach vorne, do dass der HSC unbedingt einen sicheren Ball spielen muss. Die Fehlerquote darf nicht zu hoch sein.

 
Sonntag, 17 Uhr: Dessau-Rosslauer HV gegen HSC 2000 Coburg

Dessau-Rosslauer HV: Phil Döhler / Philip Ambrosius – Marek Vanko, Vincent Somann, Radek Sliwka, Florian Pfeiffer, Libor Hanisch, Johannes Wasielewski, Daniel Schmidt, Jonas Hönicke, Bruno Zimmermann, Jakub Stryc, Tom Hanner, Jan Zahradnicek.
Trainer: Uwe Jungandreas.

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek / Oliver Krechel – Philipp Barsties, Markus Hagelin, Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß, Dominic Kelm, Sebastian Weber, Stefan Lex, Benedikt Kellner, Florian Billek, Till Riehn, Jakob Knauer, Tobias Varvne, Romas Kirveliavicius.

 
Bericht von Ralph Bilek
Bilder von Henning Rosenbusch (www.http://henning-rosenbusch.de/)