HSC Coburg – Eulen Ludwigshafen 23:23 (13:13)
Es war ein echter Krimi zweier Abstiegskandidaten, die sich über 60 Minuten lang nichts schenkten. Man kann sich am Ende darüber streiten, ob es nun ein gewonnener oder ein verlorener Punkt für den  HSC war – verdient war er allemal. Zwar hatten die Hausherren auch in dieser Partie wieder Phasen, die sie zeitweise ins Hintertreffen brachten. Aber die Billek & Co fighteten bis zum Schluss gegen einen Gegner, der ihnen mit einer aggressiven, kompromisslosen Abwehr die ganze Zeit über wehtat. Von der ersten Minute an verlief die Partie ausgeglichen. Eine Mannschaft legte vor, die andere glich aus. Lediglich einmal zogen die Gastgeber auf zwei Tore weg, leisteten sich aber gerade jetzt eine erste Schwächephase. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten, kamen schnell zurück und fast logisch ging es mit einem 13:13 in die Kabinen.
Hatten in der ersten Hälfte die Gelb – Schwarzen meist ein leichtes Übergewicht, schien sich die Partie nach dem Wechsel plötzlich zu drehen. Die gut organisierte Gästeabwehr wurde immer stärker und zwang die in dieser Phase etwas ratlos wirkenden Coburger immer öfter ins Zeitspiel. Und da die Eulen nach wie vor Lücken in der Coburger Abwehr fanden, leuchtete nach 40 Minuten ein 14:17 von der Anzeigetafel. Aber das Team um den unermüdlichen Antreiber Tobias Varvne fing sich wieder.  Allerdings schien die Aufholjagd der Gelb – Schwarzen dann endgültig gestoppt, als der sich über einen eigenen Fehler ärgende Pouya von den Schiedsrichtern für zweimal zwei Minuten auf die Bank geschickt wurde. Doch stattdessen wurde dies sogar der finale Weckruf für den HSC, der sich jetzt mit aller Leidenschaft  der gegnerischen Überzahl entgegenstemmte und die vier Strafminuten mit einem 1:1  überstand. Mit einer knappen Gästeführung ging es schließlich in die zehn Schlussmniuten. In der 53. Minute hatte der HSC endlich wieder den Ausgleich geschafft,  drei Minuten später erzielte Varvne sogar die erstmalige HSC – Führung in der 2. Halbzeit. Doch die Gäste spielten in der Schlussphase all ihre Erfahrung, die sie in drei Jahren Bundedsliga – Abstiegskampf reichlich gesammelt hatten, clever aus und hatten in den Schlussekunden sogar noch die Chance auf den Sieg, der aber selbst für Gästetrainer  Ben Matschke „des Guten zuviel“ gewesen wäre. Am Ende sprachen beide Trainer von einer gerechten Punkteteilun.
 
HSC: Kulhanek, Poltrum, Apfel; Pouya, Sproß, Nenadic, Kelm, Billek (6/3), Zetterman (1), Varvne (7), Kurch (1), Zeman (2), Grozdanic (4/3), Neuhold (2)
 

Bericht von Gerd Nußpickel

Bild von Svenja Stache