Anel Mahmutefendic war fassungslos ob der 27:33-Niederlage seines HSC Coburg gegen Ferndorf. Auch wenn sich vier Tage danach der Fokus auf das nächste Spiel in Essen richtet, findet der Cheftrainer glasklare Worte.
2. Handball-Bundesliga, 31. Spieltag
TuSEM Essen (17.) – HSC 2000 Coburg (10.)
„Vor allem hat mir eine gewisse Einstellung gefehlt. Wir sind mit sehr wenig Energie ins Spiel gegangen und haben es auch nie geschafft, dieses Level zu erhöhen. Wir sind etwas zu fahrlässig mit unseren Chancen und in der Abwehr umgegangen. Da sieht man, dass man sich das in dieser Liga nicht leisten kann. Das hat mich am meisten enttäuscht, und ich muss ehrlich sagen, dass ich nach diesem Spiel viel länger gebraucht habe, um das zu verdauen“, gibt er zu.
Und weiter: „Das entspricht einfach nicht unserem Charakter und auch nicht unserem Anspruch. Natürlich kann man ein schlechtes Spiel verlieren, aber nicht auf diese Art und Weise. Das hat mich beschäftigt.“ Die Aussage, dass es in dieser Saison um nichts mehr gehe und der anvisierte fünfte Platz jetzt außer Reichweite liege, lässt Mahmutefendic nicht gelten.
Mahmutefendic: „Hatte das Gefühl des Aufgebens“
„Dafür sind wir Profis, dass wir uns diese Ziele setzen und nie aufgeben. Dieses Gefühl des Aufgebens hatte ich im Spiel gegen Ferndorf ein wenig.“ Ein fatales Signal seiner Mannschaft in Richtung des Gegners, aber auch in Richtung der kompletten restlichen Liga. Die verbleibenden Gegner werden angesichts dessen ihre große Chance auf zwei „einfache“ Punkte wittern.
Denn am Sonntag (17 Uhr/live bei Dyn) geht es nach Essen zum nächsten Team im Tabellenkeller. Der TuSEM steckt tief im Schlamassel und bekleidet aktuell den vorletzten Platz. Im Sportpark „Am Hallo“ hilft den Nordrhein-Westfalen nur ein Erfolg. Neues Spiel, neues Glück – so lautet Mahmutefendics Motto: „Jetzt haben wir wieder die Chance zu beweisen, dass das ein einmaliger Vorfall war und wir in den nächsten vier Spielen zu dem zurückfinden, was uns immer ausgezeichnet hat.“
Den gesamten Bericht findet ihr bei unserem Medienparter dem Coburger Tageblatt.
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Bericht vom Coburger Tageblatt
Bild von Svenja Sommer





