2. Handball – Bundesliga: HSC 2000 Coburg – TuS Ferndorf 27:33 (13:18)

Erfreuliche 1938 Zuschauer hatten an diesem sonnigen Tag den Weg in die HUK COBURG arena gefunden. Abgesehen von der stattlichen und über 60 Minuten lautstarken Zahl der Auswärtsfans verabschiedeten die Coburger Anhänger ihr Team erstmals seit Langem wieder mit Pfiffen in die Kabine. Denn besonders die Art und Weise der auch in dieser Höhe gespielten 27:33 – Heimniederlage war das Enttäuschende. Gegen die bis in die Haarspitzen motivierten Gäste fanden die Hausherren in keiner Phase der Partie richtig zu ihrem Spiel. Löchrig in der Abwehr, ideenlos und fahrig im Angriff lief der HSC 60 Minuten lang der Musik hinterher. Das 4:4 nach schon nervösem Beginn war der einzige Gleichstand der Partie, eine Führung gelang den Vestestädtern nie. Dieses Auftreten der Gastgeber „ohne Energie“, wie es Cheftrainer Anel Mahmutefendic formulierte, nutzten die im Abstiegskampf um jeden Punkt fightenden Gäste an diesem Abend gnadenlos und äußerst souverän aus. Nach einer Viertelstunde lag der TuS erstmals mit drei Toren in Front und baute den Vorsprung bis zur Pause noch auf 18:13 aus.

Unverändertes Bild auch nach dem Wechsel: Jede noch so kleine Chance, näher heran zu kommen, machte sich der HSC immer wieder selbst zunichte. Phasenweise spielten die immer sicherer agierenden Gäste fast Katz und Maus mit den Gastgebern und hatten auf alle Situationen die richtige Antwort parat. Mit dem hochverdienten Auswärtssieg dürfte sich der TuS Ferndorf höchstwahrscheinlich auch aller Abstiegssorgen entledigt haben.

 

HSC 2000 Coburg: Boukovinas, Apfel; Schmidt (4), Planinsek, Helmersson (12), Krone, Knauer (5), Bis (1), Ossowski (1), Kontrec, L. Valkovskis, Düsterhöft , Belbey,(1) , Lilienfelds (3),

Bericht von Gerd Nußpickel

Bild von Svenja Sommer