Die Coburger treffen am Donnerstag in der HUK-COBURG arena auf die HSG Wetzlar. Der Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten nimmt Mannschaft und Trainer in die Pflicht vor der richtungsweisenden Partie.

Der HSC 2000 Coburg empfängt am Donnerstag (19 Uhr/live bei Sky) in der 1. Handball-Bundesliga die HSG Wetzlar in der HUK-COBURG arena. Die Mannschaft von Alois Mraz steht vor einer schweren Aufgabe gegen den Tabellenelften, der trotz einiger Ausfälle einen Sieg als Ziel ausgegeben hat. Der Coburger Trainer kämpft derzeit mit den großen Leistungsschwankungen seines Teams, stellt aber klar: „Wir wollen die zwei Punkte holen“.

Nach dem schwachen Auftritt in Minden steht für Florian Billek und Co. Wiedergutmachung auf dem Programm. Der HSC-Toptorjäger hatte nach der 21:30-Pleite erneut scharfe Kritik an der Vorstellung der Coburger geübt.

„Wir müssen unsere Leistungen stabilisieren.“

HSC-Geschäftsführer Jan Gorr bestätigt, dass in dieser Woche viele Gespräche geführt worden seien. Die Trainerfrage sei dabei aber nicht Gegenstand gewesen. Er stellt stattdessen klar, dass es ein „Weiter so“ nicht geben darf. „Unser Plan ist, alle Kräfte zu bündeln, viel Expertise in den Ring zu werfen und gemeinsam mehr rüberzubringen, als das, was bisher gekommen ist. Das ist meine Erwartung als Geschäftsführer. Sowohl Mannschaft als auch Trainerteam sind hier in der Pflicht.“

Die rätselhaft wankelmütigen Auftritte des HSC sind das große Problem. „Wir sind zu sprunghaft und schaffen es nicht, die Leistungen zu stabilisieren“, sagt Alois Mraz. Zu viele technische Fehler, schwaches Überzahlspiel, zu wenig Aggressivität in der Abwehr, Einfallslosigkeit im Angriff, mangelndes Selbstvertrauen – in Minden traten viele Schwachstellen zutage. „Die Situation ist nicht leicht. Bewältigen können wir sie aber nur alle zusammen“, betont der Coach.

Alois Mraz weiß, wie stark die Wetzlarer sind. „Sie sind selbstbewusst, spielen lange Angriffe und bleiben kompakt in der Abwehr“, sagt er. Um zu bestehen, müsse seine Mannschaft über 60 Minuten eine konstante Leistung bringen. „Und vor allem wieder besser spielen.“ Ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Spielmacher Tobias Varvne (Kopfprellung), auch der erkältete Paul Schikora ist noch nicht richtig fit.

Aufgebot

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum, Paul Dreyer – Felix Sproß, Dominic Kelm, Drasko Nenadic, Florian Billek, Dino Mustafic, Pontus Zetterman, Tobias Varvne , Paul Schikora, Justin Kurch, Stepan Zeman, Milos Grozdanic, Andreas Schröder, Christoph Neuhold, Pouya Norouzi Nezhad, Jakob Kassing

 

Bericht von Neue Presse Coburg

Bild von Svenja Stache