Der Kommentar von Christoph Böger im Coburger Tageblatt vom 7. November 2017 hat uns veranlasst, eine Stellungnahme abzugeben. Wir sind Kritik seitens Herrn Böger gewöhnt und können damit umgehen, diesmal sehen wir es jedoch als unsere Pflicht, uns schützend vor unsere Angestellten zu stellen. Herr Böger schreibt von „einflussreichen Leuten“, die nach der Niederlage gegen Hamm von „Arbeitsverweigerung“ gesprochen hätten. Auch die Verletztenliste ließen die Sponsoren des HSC nicht mehr als Ausrede gelten. Abgesehen davon, dass es wieder einmal keine Quelle für diese Aussagen gibt – normalerweise wäre das aus unserer Sicht zumindest journalistischer Anstand – folgt danach im Kommentar ein Vergleich, der uns zu einer Klarstellung zwingt. Böger behauptet, dass das Salär von neun HSC-Spielern (im Übrigen namentlich genannt) den Spieleretat des Konkurrenten aus Rimpar in Höhe von 820.000 Euro „vermutlich“ noch übersteige. Damit behauptet Böger, dass jeder dieser Spieler im Schnitt zwischen 90.000 und 100.000 Euro Gehalt verdiene. Das stimmt nicht, und ist nicht einmal nahe der Realität. Aber diese Aussage schafft es, bei unseren Fans völliges Unverständnis hervorzurufen und führt sogar so weit, dass Spieler im privaten Rahmen angesprochen werden und sich für ihr überzogenes Gehalt rechtfertigen müssen für eine absolute Unwahrheit.

Am Ende suggeriert Böger durch eine geschickte Formulierung, dass eine im Raum stehende Trennung von Jan Gorr besonders aus finanziellen Gründen ausgeschlossen sei. Spätestens hier ist für uns das Maß voll, es gibt nicht im Ansatz Pläne, uns von unserem Trainer zu trennen, Jan Gorr leistet bei uns überragende Arbeit, auch jenseits der ersten Mannschaft. Wir haben eine problematische sportliche Situation zu meistern und stellen uns gerne auch der Kritik, vor allen Dingen wenn sie konstruktiv ist. Aber dass es Christoph Böger mittlerweile nach jedem verlorenem Spiel als kleines Späßchen zu sehen scheint, wenn er in der Zeitung in einem Kommentar wahlweise die Unfähigkeit der Spieler oder der Verantwortlichen thematisieren kann und mit anonymen Quellen diese Behauptungen legitimieren will, langweilt uns nicht mehr. Es ärgert uns. Hier wird aus unserer Sicht absichtlich versucht, dem HSC zu schaden. Wir wollen nicht auf Rosen gebettet sein, wir ertragen Kritik und wissen, dass es momentan nicht optimal läuft. Aber wir möchten fair behandelt werden, so fair, wie man das von einem unabhängigen Journalisten erwarten dürfte und zahlreiche seiner Kollegen vorleben.

Gez.
Steffen Ramer                          Matthias Dietz
Geschäftsführer                       Aufsichtsratsvorsitzender