HSG Dutenhofen/Münchholzhausen – HSC 2000 Coburg  26:25 (13:13)

Obwohl als klarer Außenseiter angereist, präsentierte sich die A-Jugend des HSC 2000 Coburg beim amtierenden deutschen Meister in Wetzlar in Bestform. Trainer Martin Röhrig hatte die Mannschaft unter der Woche taktisch und mental offensichtlich hervorragend vorbereitet – insbesondere die Abwehr leistete dieses Mal, auch bei Unterzahl, eine enorme Lauf- und Deckungsarbeit und wirkte sehr viel sicherer und kompakter als in den Spielen zuvor. Der Wetzlarer Nachwuchs tat sich sichtlich schwer, an Louis Korn, Nicolas Carl, Leonard Harreß, Jonas Wolter & Co. vorbeizukommen. Die HSC´ler zeigten ein ganz anderes Gesicht als in den Spielen zuvor – sie kämpften, fighteten, warfen sich nach jedem  Ball. Dass freilich hier und da doch noch die eine oder andere Lücke in der HSC-Abwehr aufgerissen wurde, spricht nicht gegen die beeindruckende Teamleistung der Coburger, sondern für die überragende Klasse des Wetzlarer Nachwuchses.

So entwickelte sich in einem sehr fairen Spiel ein wahrer Handball-Krimi – mal lagen die Gastgeber mit einem Tor vorne, mal die Gäste. In der 16. Minute hatte Dutenhofen erstmals  zwei Tore Vorsprung herausgespielt (9:7), aber das brachte die bravourös dagegen haltenden Coburger überhaupt nicht aus der Spur. Im Gegenteil – sie glichen wieder zum 9:9 aus. Bereits zu Beginn des Spiels musste der Dutenhofener Torhüter nach einem unabsichtlichen Treffer am Kopf das Spielfeld verlassen. In der 19. Minute dann eine Schrecksituation für die Coburger: der in guter Form befindliche HSC-Torhüter Robin Hennig parierte einen Wurf glänzend, der Wetzlarer Spieler stürzte dabei aber so unglücklich auf Knie und Fuß des HSC-Torhüters, dass dieser an seinem Geburtstag mit Verdacht auf Achillessehen- und Außenbandzerrung verletzt ausscheiden musste. Doch die Coburger Mannschaft zeigte jetzt erst recht eine hohe Moral – der eingewechselte Torhüter Fabian Apfel wehrte als erstes einen Siebenmeter ab und zeigte in der Folgezeit genau wie sein Torwartkollege Tizian Braun etliche Paraden, die die Hausherren zur Verzweiflung trieben. Vorne war ein wieder genesener und sichtbar gut aufgelegter Jakob Knauer nicht in den Griff zu bekommen und unterstrich seine Klasse mit 7 Treffern. Ebenso wieder verlässliche Schützen und Stützen des HSC waren Christopher Härtl und Lukas Dude mit je vier Treffern, dazu gesellte sich der pfeilschnelle Benjamin Beyer, der fünf Treffer beisteuerte.

Zur Halbzeit hieß es 13:13 – und entsprechend ging es in den zweiten dreißig Minuten weiter. Hin und her wogte die hochklassige Partie, mal führte die eine, dann die andere Mannschaft, aber kein Team konnte sich einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeiten. Als der starke Nils Wendel knapp fünf Minuten vor Schluss die 23:24-Führung für den HSC erzielte, zwei Minuten später dann Siebenmeter für Coburg gegeben wurde, schien die Sensation zum Greifen nahe. Doch der HSC konnte den Strafwurf nicht verwerten und kassierte im Gegenzug stattdessen den 24:24-Ausgleich. Nochmals brachte Louis Korn die Gelbschwarzen mit 24:25 in Front, die Hausherren erhielten ihrerseits einen Siebenmeter, den sie verwandelten. Fast eineinhalb Minuten lang wechselte der Ball wiederholt den Besitzer  – umso härter das Ende: praktisch mit den letzten Sekunden des Spiels warfen die Grünweißen von der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen den viel umjubelten Siegtreffer.

Die Spieler des HSC 2000 Coburg zeigten ihre beste Saisonleistung; jeder Spieler überzeugte – die Mannschaft war gegenüber dem Heimspiel von letzter Woche wie verwandelt. Die Niederlage ist sehr bitter, ein Unentschieden wäre in diesem hochklassigen Spiel verdient gewesen!

HSC 2000 Coburg:

Robin Hennig, Fabian Apfel, Tizian Braun – Jakob Knauer (7), Christopher Härtl (4), Lukas Dude (4/3), Benjamin Beyer (5), Nils Wendel (4), Louis Korn (1), Nicolas Carl, Leonard Harreß, Jonas Wolter, Dino Mustafic

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