Mit dem Heimspiel gegen den SV Anzing zum Rückrundenauftakt steht der Zweiten des HSC ein machbarer Gegner bevor.

Mit der etwas überraschenden Heimniederlage gegen Erlangen-Bruck haben sich die Reservisten des HSC 2000 Coburg selbst einen schlechten Dienst erwiesen, denn die Partie war durchaus zu gewinnen. Am kommenden Sonntag haben die Spieler um Andreas Wolf an gleicher Stätte ab 16.00 Uhr die Gelegenheit, sich dafür zu rehabilitieren. Aber auch gegen den sich im Abstiegsstrudel befindlichen Gegner ist kein Selbstläufer zu erwarten, denn bis jetzt spricht die Statistik gegen den HSC.

Im Hinspiel mussten sich die Coburger mächtig ins Zeug legen, um wegen zahlreicher vergebener Möglichkeiten ein hauchdünnes 26:25 mit nach Hause nehmen zu können. Damals konnte dies noch durch eine gute Mannschaftsleistung ausgeglichen werden, aber es führte letzte Woche gegen Erlangen-Bruck zur Niederlage. „Diese Wurfschwäche zu verbessern, daran muss die Mannschaft nun vor allem intensiv arbeiten“, kündigte Trainer Ronny Göhl am vergangenen Sonntag bereits an und meinte aber auch: „An solchen Niederlagen muss man als Spieler und Mannschaft wachsen.“

Die HSC-Akteure werden sich im kommenden Spiel an diese Worte halten müssen, um das von ihren treuen Fans erwartete Leistungsmaß in jeder Hinsicht zu erreichen. Die Übungsstunden unter der Woche wurden intensiv genutzt, um die vorhandenen Unsicherheiten zu minimieren. In der starken Trainingsbeteiligung sahen die beiden Trainer, Göhl und Riehn, den Ehrgeiz der Spieler es dieses Mal besser zu machen und sind auch deshalb bester Dinge, dass die Mannschaft gegen Anzing ein anderes Gesicht zeigen wird.

Der Gegner wiederum besticht durch eine anhaltende mannschaftliche Geschlossenheit und die Tatsache, dass sie gegen die Coburger nichts zu verlieren haben. Mit Tobias Meyer (links) und Florim Hoxha (rechts) ist der Gegner auf den Außenpositionen gut besetzt, dazu kommt mit Jonathan Limmbrunner (RL), Nikolaus Hawranek (RM) und Philipp Batzner (RR) ein brandgefährlicher Rückraum, der die Aufmerksamkeit der Coburger Abwehr fordert. Das Prunkstück der Südbayern ist jedoch ihre offensive 3-2-1-Deckung, die mit ihrer harten Gangart das Spiel über den Kreis des HSC 2000 Coburg unterbinden will. Die Trainer Ronny Göhl und Till Riehn wissen um diese Stärken und haben ihre Mannschaft optimal darauf eingestellt.

Jedoch hat sich das Lazarett der Coburger im Spiel gegen Bruck durch die Verletzungen von Ferdinand Schmitt (eine Woche) und Benjamin Beyer (noch unbestimmt), vergrößert. Zudem hat sich Patrick Pernet, der erst von einer längeren Verletzungspause genesen ist im Training einen Bänderriss eingehandelt. Trotz allen Widrigkeiten wird die Mannschaft ihr Bestes geben und versuchen mit einem Sieg erfolgreich in die Rückrunde zu starten.

Mit den Spielen am Wochenende beginnt in der Bayernliga die Rückrunde, in der noch viele Mannschaften im Aufstiegsrennen mitkämpfen. Derzeit ist vor allem die TG Landshut im Vorteil, die mit zwei Punkten vor Bayreuth und Günzburg an erste Stelle liegt. Weitere drei Zähler dahinter liegen der HSC und Erlangen-Bruck. Außer in der Partie zwischen der TG Landshut und dem TV Erlangen-Bruck gehen sich die übrigen Bewerber zum Rückrundenauftakt aus dem Weg. HaSpo Bayreuth spielt bei der SG DJK Rimpar II und ist dabei der klare Favorit, ebenso wie der punktgleiche VfL Günzburg im Heimspiel gegen HT München. Vom TSV Lohr sollte ein Heimsieg über den TSV Friedberg erwartet werden, wenngleich die Oberbayern zuletzt in Regensburg gewonnen hatten. Die dadurch aus der Spitzengruppe abgefallenen Donaustädter wollen, wiederum zu Hause, gegen die TG Heidingsfeld einen Sieg einfahren.

 

HSC 2000 Coburg II: Fabian Apfel, Tim Titze (Tor); Max Preller, Marvin Munoz, Luis Neumann, Nikola Franke, Jonathan Rivera, Dino Mustafic, Dominik Bühler, Niklas Knauer, Rick Harder, Andreas Wolf.

Bild: Iris Bilek