Der nächste Gegner im Portrait

HSG Nordhorn – Lingen 

Die Historie

Die „Handball- und Spielgemeinschaft Nordhorn e.V.“ wurde am 1. Juni 1981 im Zuge einer Fusion der Handballabteilungen des TV Sparta und des SV Eintracht Nordhorn gegründet. 1993 stieg die HSG als Meister der Regionalliga Nord in die 2. Bundesliga auf. Nach nur sechs Jahren im Unterhaus schaffte das Team im Jahr 1999 sogar den Aufstieg in die Beletage des deutschen Handballs, wo mit Platz 5 im ersten Jahr gleich ein beeindruckendes Debüt gelang. Die beste Platzierung erzielten die Niedersachsen in der Saison 2001/02, als man sich am Ende nur knapp dem THW Kiel geschlagen geben musste und Vizemeister wurde. In den Folgejahren machte die HSG dann jedoch auch des Öfteren negative Schlagzeilen auf Grund wirtschaftlicher Probleme. 2008 gelang den Niedersachsen dann zwar mit dem Gewinn des EHF – Pokals der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Doch weder dieses sportliche Ausrufezeichen noch die Aufnahme der Stadt Lingen in den Vereinsnamen und die damit verbundenen Zuwendungen aus dem Emsland und der Stadt Lingen führten zur erhofften Verbesserung der wirtschaftlichen Lage. Im Gegenteil: Im Februar 2009 meldete die HSG Sportmarketing GmbH & Co KG Insolvenz an, was den Zwangsabstieg in die 2. Bundesliga zur Folge hatte. Dort hat sich die HSG inzwischen fest etabliert und schaffte 2011 auch die Qualifikation für die eingleisige 2. Liga, wo man sich seither stets in der vorderen Tabellenhälfte platzieren konnte.  

Das Personal

Einmal mehr konnte die HSG Nordhorn-Lingen mit einem eingespielten, sehr ausgeglichen und vor allem hochwertig besetzten Kader in die neue Saison gehen. Den drei Abgängen standen ebenso viele Zugänge gegenüber.

Im Tor ist Björn Buhrmester, der aus seinen Zeiten bei GWD Minden und dem TuS N-Lübbecke bereits über Erstliga – Erfahrung verfügt,  seit Jahren eine sichere Bank und zählt in der Liga zu den stärksten Vertretern seiner Zunft. Sein Vertreter ist auch in dieser Spielzeit der aus Mecklenburg – Vorpommern stammende Fabian Kaleun.

Wenig Sorgen muss sich die HSG über mangelnde Durchschlagskraft aus dem Rückraum machen. Auf der linken Aufbauposition ist Jens Wiese nach wie vor ein zuverlässiger Torgarant. Mit dem 22jährigen Lutz Heiny hat er zudem einen starken BackUp. Der niederländische Allrounder Patrick Miedema, eigentlich gelernter Linksaußen, sowie Eigengewächs und Kapitän Alexander Terwolbeck, beides sehr schnelle und spielstarke Akteure, ergänzen sich vorzüglich auf der Spielmacher – Position. Längst so etwas wie eine HSG – Institution ist der auch auf Außen einsetzbare 64fache niederländische Nationalspieler Nicky Verjans im rechten Rückraum. Zudem konnte mit der Verpflichtung des 22jährigen Philipp Vorlicek vom Drittligisten Lemgo Youngsters die lange Zeit vakante zweite Planstelle auf dieser Position besetzt werden.

Sehr stark besetzt ist der linke Flügel der HSG. Dort teilen sich der 2016 vom TUSEM Essen gekommene Lasse Seidel, aktuell erfolgreichster Torjäger im Team, und der tschechische Nationalspieler Pavel Mickal die Einsatzzeiten. Die Nummer 1 auf der rechten Außenbahn ist der 19jährige Yannick Fraatz. Der aktuelle U20 – Nationalspieler bildet in dieser Saison gemeinsam mit dem vom niederländischen Meister OCI Limburg Lions gekommenen Neuzugang Alec Smit (18) das jüngste Rechtsaußengespann der zweiten Liga. Mit Luca de Boer und Rückkehrer Toon Leenders, beide 2,00 m groß und über 110 kg schwer, verfügt die HSG zudem über eines der besten Kreisläufer – Gespanne der Liga.

Der Trainer

Heiner Bültmann wurde am 18. Mai 1971 geboren. Als Spieler war er für den FC Schüttorf 09, den HC Emden, den HC Bad Salzuflen sowie beim VfL Bad Schwartau-Lübeck und der HSG Nordhorn aktiv. Seit 2008 ist er Trainer der HSG Nordhorn-Lingen.

Bericht von Gerd Nußpickel